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Familienaufstellung mit Familienstellen Mannheim und Systemaufstellung inkl. Familienaufstellungen Mannheim plus systemische Beratungsaufstellung

Familienaufstellung Workshop für Teilnehmer aus dem Raum Mannheim

Familienaufstellung mit Familienstellen Mannheim und Systemaufstellung inkl. Familienaufstellungen Mannheim plus systemische Beratungsaufstellung

Differenzierung & Nutzen unserer Familienaufstellung auf einen Blick:

  • Sichtbarmachen und klären:

    Konflikte mit Eltern und Partner, Selbstaufopferung, Alkoholismus, Angst vor Nähe, Angst vor Beziehungen, Krankheitssymptome etc. können die Folge von Verstrickungen im Familiensystem sein, von denen die Betroffenen gar keine Ahnung haben.
  • Verstehen und lösen:

    Die Systemische Familienaufstellung ist ein verblüffend einfaches und faszinierendes Hilfsmittel, um diesen Themen auf den Grund zu gehen und sie aufzulösen.
  • Familienaufstellungen ermöglichen Veränderungen:

    Entwicklung neuer Lebensperspektiven, mehr Zufriedenheit und Lebensfreude, Klärung der eigenen Rolle im System von Familie und Beruf, körperliche und seelische Gesundheit, sowie erfüllende Beziehungen werden tief greifend unterstützt.
  • Eine professionelle Aufstellungsleitung

    bietet Ihnen sensible und wertschätzende Begleitung in einem geschützten Rahmen. Es besteht Schweigepflicht!
  • Wie funktioniert eine Familienaufstellung:

    » alle Details zum Ablauf einer Familienaufstellung
  • Zur Preisübersicht:

    » Infos zu Ihrer Investition bitte hier klicken!
  • Zur Terminübersicht:

    » Zur Terminübersicht bitte hier klicken!
  • Veranstaltung im Nexus Seminarzentrum:

    NH-Hotel Hirschberg/Mannheim,
    Brandenburgerstrasse 30,
    69493 Hirschberg.
  • Ihre Anfahrt zum Tagesworkshop Familienaufstellung:

    » Klicken Sie hier für Ihre Reiseroute nach Hirschberg
  • Für Ihren direkten

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Mehr Details zum Tagesworkshop Familienaufstellung

für Teilnehmer aus dem Raum Mannheim:

Aufstellungen eröffnen uns einen vollkommen neuen Blick auf unser eigenes System. Sie schaffen neue Perspektiven.

  • Wollen Sie endlich Ihre Rolle klären und kraftvoll leben?
  • Stehen Sie vor einer wichtigen Entscheidung und suchen dringend Antworten?
  • Sie befinden sich in dauerhaften familiären Schwierigkeiten?
  • Ihre Beziehungen wollen trotz aller Liebe nicht gelingen?
  • Sie leben alleine, wünschen sich aber eine Partnerschaft?
  • Sie leiden an immer wiederkehrenden Problemen oder hartnäckigen Symptomen?
  • Sie benötigen in einer persönlichen Situation mehr Klarheit?
  • Sie wollen Ihren richtigen Platz einnehmen und familiäre Verstrickungen auflösen?
  • Sie wollen die Hintergründe immer wiederkehrender Konflikte verstehen und verändern?
  • Sie wollen Eigenständigkeit und Autonomie gewinnen?

Hier kann eine Familienaufstellung Klarheit bringen und hilfreich sein.

Manchmal gibt es Schwierigkeiten innerhalb der Familie oder der Beziehung.

Trotz intensiver Bemühungen zeigt sich scheinbar keine Lösung:

  • bei plötzlichem Arbeitsplatzverlust
  • bei einer überraschenden Trennung vom Partner
  • wenn trotz harter Arbeit der wirtschaftliche Erfolg ausbleibt
  • bei Konflikten mit Kindern, Geschwistern, Eltern, Ex-Partnern
  • wenn permanente Differenzen mit Geschäftspartnern und Kollegen auftreten
  • bei unverhofft auftretenden Krankheitssymptomen und chronische Erkrankungen
  • bei ständig wiederkehrenden Situationen, denen Sie sich nicht gewachsen fühlt
  • Sie vor einer wichtigen Entscheidung stehen und dringend Antworten suchen
  • Sie alleine leben, sich aber eine Partnerschaft wünschen

Das erste und auch wichtigste Bezugssystem ist unsere Ursprungsfamilie. Beeinträchtigende Auswirkungen auf alle Familienmitglieder haben zum Beispiel

  • Selbstaufopferung
  • Angst vor Nähe
  • Alkoholismus
  • Angst vor Beziehungen
  • ein belastetes Verhältnis zu den Eltern
  • schwerwiegende schicksalhafte Ereignisse
  • verschwiegene Geschwister
  • ausgeschlossene Familienmitglieder
  • ungeklärte, vergangene Partnerschaften
  • totgeborene und abgetriebene Kinder

Solche Dynamiken sind uns oft nur zum Teil bewusst. Die Vorkommnisse und Konditionierungen aus unserer Ursprungsfamilie wirken immer prägend auf unser gesamtes Leben. Mit unserer Geburt sind wir Teil

  • unserer Familien
  • unserer Ahnenreihen
  • und vielen weiteren Beziehungssystemen

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Wie funktioniert eine Familienaufstellung?

In einer Aufstellung wird eine Problemstellung durch sog. Protagonisten (Stellvertreter) repräsentiert. Die betroffene Person stellt mit den Protagonisten ihr inneres Bild auf. Jeder ausgewählte Stellvertreter verleiht allen Elementen seine Stimme, seine Körperempfindungen und seine Gefühlswahrnehmung.

Die Aufstellungsleitung befragt dann alle Stellvertreter nach deren Zuständen.

So werden die sich zeigenden Dynamiken zum Ausdruck gebracht. Die Wahrnehmungen auf körperlicher Ebene und der Gefühlsebene, werden in Beziehung zu dem eigenen System aufgestellt.

Zum Beispiel

  • die Herkunftsfamilie
  • die Gegenwartsfamilie
  • einschränkende Verhaltensmuster
  • die Partnerschaft
  • Geschwister
  • Parallelen aus der Familiengeschichte
  • Bestandteile des sozialen oder räumlichen Umfelds
  • Berufssituationen
  • Geschäftspartner
  • Krankheiten
  • deren Symptome

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» Anmelde- und Teilnamebedingungen

Der Rahmen einer Familienaufstellung

für Teilnehmer aus dem Raum Mannheim:

Es können die unterschiedlichsten Anliegen aufgestellt werden und noch viele weitere mögliche Elemente. Offene Lebensfragen, gesundheitliche oder zwischenmenschliche Probleme, Entscheidungsschwierigkeiten, emotionale oder andere aktuelle oder chronische Konflikte.

Jede Aufstellung findet immer in einem für Sie geschützten Rahmen statt. In intensiven Gruppenprozessen werden neue Perspektiven und Lösungen möglich.

Alle Teilnehmer profitieren von jeder Aufstellungen. Ob als Stellvertreter (Protagonist) oder auch aus der Beobachterperspektive. Das aktive Aufstellungsfeld wirkt auf alle.

Der wertschätzende, respektvolle und sensible Umgang aller Teilnehmer ist dabei Grundvoraussetzung. Alle Geschehnisse bleiben unkommentiert und frei von Bewertung. Es besteht Schweigepflicht!

Wenn Sie eine persönliche Nachbetreuung wünschen, biete ich Ihnen gerne weitere Termine an.

Eine Familienaufstellungen kann auch in » Einzelarbeit und als
» Intensiv-Selbsterfahrungswochenende durchgeführt werden.

Ort Tagesworkshop Familienaufstellung

für Teilnehmer aus dem Raum Mannheim:

NH-Hotel Hirschberg/Mannheim
Brandenburger Strasse 30
69493 Hirschberg

Ihre Investition für eine Familienaufstellung im Tagesworkshop

für Teilnehmer aus dem Raum Mannheim:

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So finden Sie unser Seminarzentrum in Hirschberg, in der Nähe von Mannheim, Mannheim, Ludwigshafen:

Hirschberg an der Bergstraße liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar.

Es bestehen sehr gute Verkehrsanbindungen nach Mannheim, Mannheim, Ludwigshafen, Kaiserslautern, Saarbrücken, Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Wiesbaden, Hannover, Mainz, Koblenz, Trier, Darmstadt, Heilbronn, Stuttgart, Ulm, Augsburg, München, Karlsruhe, Baden-Baden, Offenburg, Freiburg und Basel sowie ein direkter Autobahnanschluss an die A5 (Anschlussstelle Hirschberg).

In fünf Fahrminuten erreichen Sie den Bahnhof in Weinheim, in zehn Fahrminuten erreichen Sie den Hauptbahnhof in Mannheim, in fünfzehn Fahrminuten den Hauptbahnhof in Mannheim, in zwanzig Fahrminuten den Hauptbahnhof in Ludwigshafen.

In vierzig Fahrminuten erreichen Sie den Flughafen in Frankfurt. In neunzig Fahrminuten erreichen Sie den Flughafen in Stuttgart.

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Familienaufstellung

Die Artikel Familienaufstellung, Organisationsaufstellung, Systemaufstellung, Systemische Strukturaufstellung, Teamaufstellung und Skulptur (Familientherapie) überschneiden sich thematisch.

Die Familienaufstellung ist eine Methode der Systemischen Psychotherapie. Dabei werden tiefe Prägungen aus der Kindheit bewusst gemacht und neu geordnet. Ursprung der Methode ist die Familienskulptur aus der Familientherapie von Virginia Satir. Aus der Familienaufstellung entwickelten sich die Organisationsaufstellung und Strukturaufstellung als weitere Formen der Systemaufstellung.

Ablauf

Familienaufstellung findet meist in einer Gruppen von zehn bis zwanzig Personen statt. Einer, der etwas über sich erfahren möchte, meldet sich als Aufsteller. Der Therapeut befragt den Aufsteller zu seinem Problem und zu seiner aktuellen und kindheitlichen Lebenssituation.

Dabei wird geklärt, welche Personen heute und damals in Bezug auf das geschilderte Problem eine wesentliche Rolle spielen. Für diese Personen wählt der Aufsteller aus den Anwesenden je einen Stellvertreter. Er verteilt die Stellvertreter intuitiv im Raum, so, dass sie in der "richtigen Beziehung" zueinander stehen. Zwischen den Stellvertretern entsteht nun eine Beziehung, die oft in verblüffender Weise spiegelbildlich zu den Beziehungen der realen Personen aus dem Leben des Aufstellers sind, und in denen die Aufsteller ähnliche Gefühle und Gedanken entwickeln, wie sie die von ihnen repräsentierten Personen aus dem Problem-Umfeld haben oder haben könnten. Warum das so ist, ist bisher wissenschaftlich nicht geklärt. Man bezeichnet das Phänomen als "Stellvertreterwahrnehmung".

Die Angehörigen des Klienten werden im so strukturierten Raum der Wahrnehmungen gleichsam „psychisch“ Anwesende. Dabei werden "Verstrickungen" deutlich, Aufgaben, die dem Klienten aufgebürdet wurden (Fachbegriff: Delegation), die er unbewusst übernommen hat und die sein Leben prägen, ohne dass es ihm bewusst ist oder er etwas dagegen tun könnte. Solche Muster können in der Aufstellungsarbeit bewusst gemacht und verändert werden. Dabei werden Techniken des Refraiming angewandt und die ursprüngliche Verstrickung und hinderliche Glaubenssätze gelöst. Es werden neue, kräftigende Glaubenssätze ausprobiert, die die persönliche Entwicklung fördern.

Oft ist es so, dass der Aufsteller die Lösungen bereits zu kennen scheint. Er weiß dann ganz genau, was für ihn "richtig" ist. Neben dem Familienaufstellen in einer Gruppe gibt es auch die Möglichkeit, mit Gegenständen, Puppen oder Symbolen für die einzelnen Familienmitglieder ein solches soziales Gefüge aufzustellen, und dabei ähnliche Erfahrungen zu machen.

Ursprünge und ähnliche Verfahren

Die historischen „Vorläufer“ ähnlicher Aufstellungsformen sind:

* Die „Familienskulptur“, auch „Familienrekonstruktion“, entwickelt von Virginia Satir (1916-1988) (Palo-Alto-Gruppe). Dieses Verfahren betonte die Bedeutung der räumlichen Anordnung bei der Prozessarbeit bzw. um die Bedeutung der Position von Familienmitgliedern kenntlich zu machen und führte das Auswählen von „Stellvertretern“ unter dem Begriff „Familienskulptur“ im Jahr 1969 in die Fachwelt ein. Diese Technik ermöglicht den Klienten, Familienbeziehungen nonverbal darzustellen und zu erkennen. Widersprüche oder Abweichungen zwischen dem, was körperlich gezeigt und dem, was gesagt wird, können reflektiert werden. Da hinderliche Pflichtgefühle vergessen werden, kann so ein recht wirklichkeitsgetreues Abbild der Gefühlsbeziehungen innerhalb der Familie entstehen. Anhand der dargestellten Konstellation kann sich der Therapeut ein Bild von dem sozialen Gefüge machen, in dem der Klient lebt und von dem er beeinflusst wird. Gleichzeitig ist es dem Klienten möglich, innerhalb dieses nun auch in äußerlich sichtbarer Weise dargestellten Beziehungsgeflechtes gleich eine Reaktion auf sein Verhalten zu erfahren, die anschließend auf der verbalen und emotionalen Ebene befragt werden kann.

* Die systemisch-phänomenologische Aufstellungsarbeit hat in den letzten 20 Jahren aus diesen verschiedensten Richtungen Impulse bezogen. Auch die Erweiterung zum „Aufstellen“ von Organisationen durch Gunthard Weber und Klaus Grochowiak und weitere Abwandlungen wie Teamaufstellung und Systemaufstellung stellen weitere Entwicklungen dar.

* Bert Hellinger sorgte für eine weite Verbreitung der Familienaufstellung im europäischen Raum. Seine Methoden sind aber in der Fachwelt umstritten.

 

Organisationsaufstellung

Organisationsaufstellung ist eine Form der sogenannten Systemaufstellung und Weiterentwicklung der durch Bert Hellinger bekannt gewordenen Familienaufstellung. Die systemische Arbeit wird erst seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf das Feld eines Unternehmens, auf eine Organisation, auf Teams, Abteilungen und Märkte verlagert und ist bisher noch nicht weit verbreitet. Ein System besteht aus Elementen, die zueinander in Beziehungen stehen. Eine Organisation oder eine Abteilung lässt sich als „Makrosystem“ betrachten, das aus einzelnen Mitarbeitern besteht, die zueinander in Bezug stehen. Hinter diesen stehen aber auch jeweils die eigenen Familiensysteme (also „Mikrosysteme“), gekennzeichnet durch eine je eigene Dynamik und ggfs. „Blockaden“, die in die Arbeit der Organisation möglicherweise beeinflussend hineinwirken können. Mitarbeiter mit ihrer Loyalität und ihrem Zugehörigkeitsgefühl werden mittlerweile als Schnittstelle zwischen dem Erfolg und Misserfolg angesehen. Unter Belastung zeigt es sich, ob diese Ressource bindet oder ob die tragenden Pfeiler einer Struktur zusammenbrechen. Der Erfolg eines Unternehmens, einer Abteilung oder eines Teams ist von der „Aufstellung“ einzelner Mitarbeiter und von einem gekonnten Beziehungsmanagement abhängig. Auch können Organisationsaufstellungen im Kontext des Wissensmanagements angewendet werden, um implizites Wissen explizit zu machen.

Ablauf

Ein klares Anliegen und eine klare Zielvorgabe sind seitens der Firmenleitung erforderlich, damit mögliche Unstimmigkeiten, fehlende Ressourcen usw. erkannt werden können. Komplexe Zusammenhänge und Wechselwirkungen werden mit Hilfe von Stellvertretern – aus dem Unternehmen – in räumlicher Anordnung aufgestellt. Das zwischenmenschliche System wird symbolisch verdichtet im momentane Ist- Zustand abgebildet. Anschließend wird mit verschiedenen Verfahren ein Lösungsbild erarbeitet. Die Reaktionen der Stellvertreter geben Hinweise auf Unstimmigkeiten und Imbalancen im System. Daraus werden die einzelnen Lösungsschritte gemeinsam entwickelt. Blockierte Kommunikationskanäle können geöffnet, verschüttete Ressourcen freigelegt und neue Sichtweisen für festgefahrene Situationen gebildet werden. Die praktische Arbeit weicht nicht von der bekannten Vorgehensweise der Familienaufstellung ab.

 

Systemaufstellung

Eine Systemaufstellung ist eine Übung innerhalb einer in Seminarform angebotenen Veranstaltung und der Oberbegriff für verschiedene Aufstellungsformate, von denen die Familienaufstellung die bekannteste ist. Allen Aufstellungsformaten gemeinsam ist die Vorgehensweise, dass Personen als sogenannte Stellvertreter eine Benennung – (im Sinne von „Vertreter für …“) – erhalten, im Raum positioniert werden und im Zuge einer Prozessarbeit nach ihrer Wahrnehmung innerhalb des aufgestellten Systems befragt werden. Ein Kernpunkt des methodischen Vorgehens bei der Durchführung von Systemaufstellungen ist es, insbesondere solche Systemdynamiken durch die Aufstellungsmethode zu betrachten, die durch logisch-rationale Erwägungen i.a. weniger effektiv erfahrbar gemacht werden können. Zielsetzungen können dabei auch allgemeine Klärungsanliegen oder Fragen zum Management und Selbstmanagement innerhalb sozialer Systeme (z. B. bei Fragen aus dem beruflichen Kontext) wie z. B. bei Organisationsaufstellungen oder Strukturaufstellungen sein. Bei Drehbuchaufstellungen wird z. B. die Publikumswirksamkeit oder auch Stimmigkeit literarischer Werke durch den jeweiligen Autor erörtert bzw. hinterfragt. Bei allen Systemaufstellungen wird davon ausgegangen, dass die Vertreter in dem so aufgestellten System Aussagen machen (können), die den Aussagen bzw. Dynamiken des realen Systems nahe kommen und so eine Hilfe für Entscheider darstellen.

Aufstellungsformate

* Familienaufstellung

o Aufstellung des sog. Herkunftssystems

o Aufstellung des sog. Gegenwartssystems

* Organisationsaufstellungen, z. B.

o Teamaufstellung

o juristische Aufstellung

o politische Aufstellungen

o Managementaufstellung

o Projektaufstellung

* Strukturaufstellungen, z. B.

o Problemaufstellung

o Zielannäherungsaufstellung

o Entscheidungsaufstellung, z. B. Tetralemmaaufstellung (Tetra = 4; bekannter: Dilemma)

o Aufstellung innerer Dispositionen, z. B. Aufstellung des inneren Teams, Ich-und-Selbstaufstellung

o Glaubenssatzaufstellung, Glaubenspolaritätenaufstellung

o Aufstellungen mit speziellen Themenschwerpunkten wie:

Umgang mit bzw. Beziehung zum Geld, Erfolg oder Zeitmanagement

o Aufstellung mit bzw. nach sprachlicher Oberflächenanalyse

* experimentelle und Archetypaufstellungen, z. B. o Drehbuchaufstellungen (für Autoren)

o Aufstellungen von Mythen und Märchen

o Naturaufstellungen

Ablauf

Rahmenbedingungen

Systemaufstellungen werden üblicherweise in Seminarform als Gruppenveranstaltung mit mindestens acht Teilnehmern angeboten, da zur Durchführung einer Aufstellung im Allgemeinen mehrere Personen als sogenannte Vertreter benötigt werden.

Vorbesprechung und Formatwahl

Vor Beginn einer Aufstellung wird die Person, die um eine Aufstellung zu einem bestimmten Klärungsanliegen gebeten hat, vom Seminarleiter (im Beisein der anderen Teilnehmer) zum Anliegen interviewt. Zweck dieses Interviews ist es, das zum Anliegen gehörende System (Organisation, Personengruppe, Ziele, Problematiken etc.) und Systemgrenzen in Erfahrung zu bringen, damit der Seminarleiter aus den Schilderungen die Anzahl und Auswahl der für die Systemaufstellung erforderlichen Vertreterbezeichnungen festlegen kann. Nach dem Eingangsinterview wählt der Seminarleiter ein Format für die Aufstellung. Das Format kann im Allgemeinen eine Organisationsaufstellung oder Familienaufstellung und im Speziellen eine der Strukturaufstellungsformate sein. Das Ensemble bzw. die Auswahl der Vertreterbenennungen einer Aufstellung und bei Strukturaufstellungen ggf. auch Standards in der Vorgehensweise wird als Aufstellungsformat bezeichnet. Die Formatwahl und Durchführung einer Aufstellung sei (zur besseren Veranschaulichung) am Beispiel einer Organisationsaufstellung verdeutlicht. Angenommen ein Unternehmen habe eine schwierige Kundenbeziehung zu einem bestimmten einzelnen Kunden, ohne dass die Ursache dafür – abgesehen von sich immer wiederholenden, offenbar grundlosen Reklamationen oder Beanstandungen – ersichtlich oder rational erklärbar wäre. Im Eingangsinterview wird vom Seminarleiter geklärt, welche Personen, Abteilungen, Produkte oder Dienstleistungen in Beziehung zu diesem Kunden bzw. Klärungsanliegen stehen. Für jedes Element dieses Systems (z. B. Kunde, Vertriebsbeauftragter, Produkt, Produktionsleiter, Unternehmensleitung) wird ein Vertreter aus den anwesenden Teilnehmern gewählt.

Aufstellen

Der Klient wählt für jede Vertreterposition einen Seminarteilnehmer aus. Jeder Teilnehmer, der sich für diese Aufstellung hat auswählen lassen, vertritt (daher der Name Vertreter) einen der oben aufgeführten Systemteilnehmer. Der Teilnehmer, der das Klärungsanliegen hat, stellt die gewählten Vertreter wortlos d. h. ohne Kommentierung und gesammelt (d. h. aufmerksam bzw. achtsam) im Raum auf. Die Freiheitsgrade für die Positionierung sind dabei Ort und die Blickrichtung.

Befragung und Interventionen

Die gewählten Vertreter, die keinerlei Vorkenntnisse über das reale System (in dem sie nun eine Vertreterrolle innehaben) haben, werden nach einer kurzen Phase der Einfindung nach Veränderungen ihrer Wahrnehmung befragt. Wahrnehmungen können dabei sein:

* Veränderungen im Körperempfinden (Wärme, Kälte, Schwere in den Gliedmaßen …)

* Empfindungen von Zugehörigkeit, Distanz, Nähe zu anderen Vertretern im System

* plötzliche Impulse, die Position im System räumlich verändern zu wollen

* unerwartete Gedankengänge und Ideen in Bezug auf das aufgestellte System

* Emotionen von Ärger, Erleichterung, Unruhe, Erwartungen, Last bzw. Bürde …

Jedoch wird an die Vertreter keine Erwartung herangetragen, in irgendeiner Weise eine Ergebnis oder eine Leistung zu erbringen oder zwangsläufig eine Wahrnehmungsveränderung zu verspüren und so kommt es durchaus auch vor, dass einzelne Vertreter eine Rolle erhalten haben, die eine sogenannte schwache Dynamik aufweist, bei der der Vertreter kaum eine oder gar keine Wahrnehmungsveränderung erfährt – während andere Vertreter der gleichen Aufstellung überaus deutliche Wahrnehmungsveränderungen verspüren können. Der Seminarleiter kann zur Erarbeitung eines sog. Lösungsbildes die Position der Vertreter im Zuge einer Prozessarbeit auch verändern (die Vertreter umstellen) und Sätze vorgeben und dabei die Wirkung dieser Interventionen auf das aufgestellte System erkunden.

Ein Lösungsbild ist, nach erfolgter Prozessarbeit, z. B. dann gefunden, wenn jeder der Systemteilnehmer frei von systembelastenden Symptomen ist, einen kraftvollen Platz im System gefunden hat und die Systemteilnehmer in sinnvoller d. h. konstruktiver Weise miteinander kommunizieren bzw. wechselwirken. Zum Ende der Aufstellung werden die Vertreter vom Aufstellungsleiter explizit (d. h. expressis verbis) aufgefordert sich zu „entrollen“ d. h. sich von ihren Vertreterrollen zu lösen, aus dem Feld der Aufstellung herauszutreten und sich wieder mit ihrer eigenständigen und individuellen Persönlichkeit zu identifizieren. (siehe auch: Vergleichbarkeiten)

Beobachtungen und Interpretation

Diese Effekte (in Form von Wahrnehmungsveränderungen), die in Aufstellungen auftreten, werden mit dem Begriff der repräsentierenden Wahrnehmung bezeichnet. Bei den Systemaufstellungen ist zu beobachten, dass die Vertreter in dem so aufgestellten System Aussagen machen (können), die den Aussagen des realen Systems nahe kommen und so intuitiv oft stimmige (und damit aufschlussreiche) Aussagen über Dynamiken des realen Systems machen können und auf diese Weise eine Hilfe für den Klienten als Entscheider und Teilnehmer im realen System darstellen. Für die aufgestellten Vertreter ist es im Allgemeinen gut erkennbar, dass bzw. wenn die Wahrnehmungen nicht ihnen selbst sondern dem System und der Rolle zuzuordnen sind, insbesondere wenn die Wahrnehmungen sich auf ein Element des Systems richten und/oder sie nicht zu dem eigenen üblichen Erfahrungsspektrum der Vertreter gehören.

Andererseits kommt es gelegentlich auch vor, dass Vertreter für eine Aufstellung eine ähnliche Vertreterrolle erhalten wie sie sie auch in ihrer eigenen Lebenssituation häufig innehaben und damit aus ihrer eigenen Lebenssituation Erfahrungen oder Muster einbringen. Damit kann eine unerwünschte Überlagerung der Wahrnehmungen in der Aufstellung entstehen. Erfahrene Aufstellungsleiter werden den Vertreter in diesem Falle – der von Außenstehenden i.a. nicht leicht erkannt werden kann – austauschen. Eine gegensinnige Wahl, also die Wahl von für die Rolle untypischen Vertretern (z. B. bedächtige Personen als Vertreter für eher spontan wirkende Personen o. Ä.), kann aus diesem Aspekt heraus sinnvoll sein. Aber auch der Fall, dass ein Vertreter aus seiner Rolle heraus einem anderen Vertreter im System eine dieser Rolle nicht angemessenen Bedeutung beimisst (bzw. diese wahrnimmt), kommt vor und kann als ein sich in der Aufstellung manifestierendes und zum System gehöriges Übertragungsphänomen interpretiert, bearbeitet und mit einer geeigneten Prozessarbeit aufgelöst werden. Aufgabe des Seminarleiters ist es, mit diesen Aussagen der Vertreter zu arbeiten und für den bzw. mit dem Seminarteilnehmer eine Lösungsmöglichkeit zu erarbeiten. Auch wer die Interpretation, dass Aufstellungen die unbewusste Ebene aufdecken können, nicht teilt, müsste anerkennen können, dass Aufstellungen ein Hilfsmittel sein können, Fremd- und Selbstbild von Personen bzw. Innenansicht und Außenansicht von Organisationen abzugleichen und als Entscheidungshilfen für das Selbstmanagement und für das Management von Systemen (auf die der Aufstellende Einfluss und Entscheidungsbefugnis hat) heranzuziehen – selbst dann, wenn das sich in der Aufstellung zeigende Szenario nur als Inspirationsquelle gewertet würde.

Anwendungsspektrum

* Therapie

Die Wurzeln der Aufstellungsarbeit liegen im therapeutischen, insbesondere psychotherapeutischen, Umfeld (siehe auch: Vorläufer und Einflüsse). Sie hat dort auch heute noch (2006) ihren Hauptanwendungsbereich. Begriffsklärung: Unter Therapie wird in diesem Artikel eine Arbeit im Rahmen psychotherapeutischer Interventionen bei Vorliegen einer Symptomatik von krankheitsstelligem und behandlungsbedürftigem Rang verstanden. Aufstellungsformate: Familienaufstellungen.

* Sozialarbeit und Pädagogik

Aufstellungsarbeit wird auch für Gruppen und Berufstätige in sozialen und pädagogischen Berufen angeboten und praktiziert. Aufstellungsformate: Familienaufstellungen, Organisationsaufstellungen, Supervisionsaufstellungen.

* Selbstmanagement

Aufstellungen werden in diesem Anwendungsbereich herangezogen, um die Wahrnehmung, Selbstmotivation und das Selbstmanagement zu fördern. Anwendungsbeispiel: Entscheidungen zum Berufsweg oder zur Selbstständigkeit; Aufstellungsformate: Familienaufstellungen, Strukturaufstellungen.

* Management Organisationsaufstellungen oder Managementaufstellungen werden als Hilfsmittel genommen um Managemententscheidungen zu hinterfragen oder vorzubereiten.

Aufstellungsformate: Teamaufstellung, teaminterne Strukturaufstellung, Managementaufstellung, Marketingaufstellung, Drehbuchaufstellungen.

* spirituelle Entwicklung Unter spiritueller Entwicklung wird im Rahmen dieses Artikels die Entwicklung zu einer Persönlichkeit mit überdurchschnittlicher persönlicher, emotionaler (siehe auch: EQ) und geistiger Reife verstanden. Aufstellungsformate zur Förderung der (sog.) spirituellen Entwicklung sind z. B. Archetypaufstellungen oder (systemische) Strukturaufstellungen mit Vertreterbezeichnungen, die der antiken Mythologie oder den spirituellen Traditionen östlicher und auch westlicher Weltreligionen entlehnt sind.

Abgrenzung zu Rollenspielen

Es handelt sich bei einer Systemaufstellung keineswegs um ein Rollenspiel, da die aufgestellten Vertreter keinerlei Vorgaben (außer der Benennung sowie Position und Blickrichtung im Raum) erhalten und das reale System auch nicht kennen bzw. nicht kennen sollten, um die Vertreterrolle möglichst unbefangen ausfüllen zu können. Es handelt sich auch nicht – wie im Rollenspiel – um eine Trainingsmaßnahme für die Vertreter. Die Vertreter erhalten auch nicht die Aufgabe, sich Sprechrollen auszudenken. Einzige Aufgabe der Vertreter ist es, ihre Wahrnehmungen zu schildern und so dem Teilnehmer, der um Klärung nachsucht, Anregungen und Impulse zu geben. Eine praktische Erprobung mit entsprechend ausgebildeten Aufstellern ist Interessenten an Systemaufstellungen anzuraten, da die Effekte der repräsentierenden Wahrnehmung und die Beobachtung der Stimmigkeit der Aussagen der Vertreter im Vergleich zum realen System theoretisch nicht bzw. kaum nachvollziehbar vermittelt werden können. In jedem Falle bedarf es einer experimentellen, unmittelbaren und eigenen Erfahrung, um die Effekte der repräsentierenden Wahrnehmung einschätzen zu können, da die Wahrnehmungsveränderungen theoretisch zwar benannt werden können, damit aber noch nicht nachvollziehbar sein dürften.

Spektrum der Seminarangebote

Aufstellungsseminare haben üblicherweise eine Dauer von 1 bis 4 Tagen. Einige Anbieter bieten sogenannte Schnupperabende mit einer Dauer von 3 Stunden an, für die keine Voranmeldung erforderlich ist, aber auch keine Aufstellung zu einem eigenen Anliegen erwartet werden kann. Die Teilnehmer können sich als Vertreter zur Verfügung stellen oder erhalten eine eigene Aufstellung, wenn der Zeitrahmen dazu noch ausreicht. Weiterbildungen zum Systemaufsteller beinhalten eine Reihe von Seminarmodulen, die i.A. über einen Zeitraum von 1 bis 4 Jahren verteilt sind. Das Erlernen der Technik der Moderation einer Aufstellung ist in der Komplexität mit dem Erlernen einer Sprache vergleichbar. Jeder Aufsteller hat seinen eigenen Stil eine Aufstellung zu moderieren, einen eigenen Ausbildungshintergrund und Arbeitsschwerpunkt. Auch beim selben Aufsteller findet man im Allgemeinen dennoch keine zwei Aufstellungen (abgesehen von strukturellen Vergleichbarkeiten), die inhaltlich gleich ablaufen bzw. abgelaufen sind. Die Bezeichnung Aufstellungsleitung hat sich für die Rolle der Person, die die Prozessarbeit während der Aufstellung macht, etabliert – ungeachtet des Umstandes, dass der Leiter einer Aufstellung nicht festlegen kann, in welcher Weise sich die aufgestellten Vertreter äußern oder wie sie wahrnehmen.

Obwohl der Aufstellungsleiter einzelne Interventionen einleiten kann, kann er dennoch nicht bestimmen, welche Entwicklung eine Aufstellung nimmt, und ist damit gehalten, mit der Aufstellung als System auch zu kooperieren. Der Begriff Aufstellungsmoderator wäre unter diesem Aspekt angebrachter. Bei den systemischen Strukturaufstellungen spricht man daher auch vom Gastgeber der Aufstellung. Der Umstand, dass der Leiter/Moderator mit dem Aufstellungsbild kooperiert, wird unter Aufstellern als Mit dem Feld gehen genannt und soll verdeutlichen, dass der Leiter dem System keine Dynamik (bzw. Wahrnehmung) aufzwingen kann – sondern die Systemdynamiken beachten muss, wenn er eine Lösungsmöglichkeit erarbeitet. Bei Aufstellungen, die mit ungeübten Vertretern durchgeführt werden, ist es üblich, dass sich die Vertreter jeweils erst dann äußern, wenn sie vom Aufstellungsleiter befragt werden. Dennoch kann der Leiter bei einzelnen Aufstellungen (z. B. Strukturaufstellungen) einen einzelnen Vertreter benennen, der sich nach eigenem Dafürhalten innerhalb des Feldes frei bewegen und agieren kann. Dieser Vertreter wird dann auch als freies Element bezeichnet. Aufstellungsvarianten, bei denen sich alle Vertreter frei bewegen können, werden auch mit dem Begriff bzw. der Metapher Bewegungen der Seele bezeichnet und insbesondere erst bei Aufstellungen mit erfahreneren Vertretern durchgeführt.

Vorläufer und Einflüsse

Vorläufer:

* Psychodrama, Jakob Moreno (1889–1974); österreichischer Arzt, wählte Stellvertreter für die betreffenden Personen eines zu betrachtenden Konflikts;

* Familienskulptur von Virginia Satir (wird auch als Familienrekonstruktion angeboten), Virginia Satir (1916–1988); betonte die Bedeutung der räumlichen Anordnung bei der Prozessarbeit bzw. für die Bedeutung der Position von Familien- bzw. Organisationsmitgliedern.

* Ordnungen und Bindungen: Ivan Boszormenyi-Nagy, Geraldine M. Spark, USA 1973 [6]

* Familienbrett: Kurt Ludewig, Thea Schönfelder, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, wählten Holzfiguren zur szenischen Darstellung;

* Aufstellung: Ruth McClendon und Leslie B. Kadis (Les Cadis) vom Carmel Institute for Family Business [7], Kalifornien, USA; Bert Hellinger lernte bei ihnen Anfang der 1980er Jahre die Effekte einer Familienaufstellung kennen und baute diese Methode weiter aus.[8]

* Familienstellen: Bert Hellinger

Einflüsse:

* NLP und Hypnotherapie nach Milton H. Erickson (1901–1980); prägend für den Sprachgebrauch in Aufstellungen;

* Lösungsfokussierte Therapie (en: Solution focused Therapie, SFT), Steve de Shazer, Insoo Kim Berg, Schule von Milwaukee; Lösungsfokussiertheit anstatt Problemorientiertheit;

weitere Entwicklungen:

* Organisationsaufstellungen Gunthard Weber und B. Gross, (1998) und Klaus Grochowiak, 2001, übertrugen die Vorgehensweise der Familienaufstellung auf Arbeitsteams und Organisationen und prägten damit die Klasse der Organisationsaufstellungen

* systemische Strukturaufstellungen; Matthias Varga von Kibéd und Insa Sparrer erweiterten in den 90er Jahren die Aufstellungsarbeit indem sie als Benennung für Vertreter jedweden Begriff, mit dem unsere Wahrnehmung und Bewusstsein in Beziehung steht verwenden, aufstellen und für die Prozessarbeit eine spezielle Grammatik (Vorgehensweise und Konzept) entwarfen und diese Aufstellungsarbeit systemische Strukturaufstellungen nannten.

* Archetypaufstellungen; z. B.: Dr. Dimitris Stavropoulos, Griechenland, stellte auf dem internationalen Kongress für Systemaufstellungen in Köln 2005, Aufstellungen antiker Mythen und Märchen sowie den Effekt von Gruppenresonanzen im Rahmen der Aufstellungsarbeit vor.

Details zu Aufstellungsformaten

Familienaufstellung:

* Als Herkunftssystem werden aufgestellt: KlientIn, Geschwister und ggf. Halbgeschwister, Eltern und ggf. deren Geschwister, Großeltern …

* Als Gegenwartssystem werden aufgestellt: KlientIn, (Ehe)Partner und deren Kinder Bei Organisationsaufstellungen können einzelne aufgestellte Personen (anders als bei der Familienaufstellung üblich) auch als Vertreter für ganze Personengruppen oder Abteilungen (auch Kundengruppen) eines Unternehmens oder Organisation aufgestellt werden und diese in dem aufgestellten System repräsentieren.

Teamaufstellungen können auch mit dem anwesenden (Original-)Team stattfinden. Man arbeitet hier also nicht mit Stellvertretern wie bei anderen Systemaufstellungen, zum Beispiel Familien- oder Organisationsaufstellungen. Jeder steht für sich selbst, mit seiner eigenen Biographie, seinen persönlichen Eigenschaften und gegenwärtigen Gefühlen. Trotz einiger Besonderheiten gibt es eine unverkennbare Verwandtschaft zu Systemaufstellungen mit Stellvertretern: Gleichermaßen bilden sich soziale Beziehungen physisch, das heißt räumlich-körperlich, ab. Es gelten die gleichen systemischen Ordnungsprinzipien (Bindung, Rangordnung, Ausgleich von Geben und Nehmen).

Bei Strukturaufstellungen werden auch Vertreter für abstrakte Begriff wie „Die Ressourcen“, „Das Ziel“ oder „Das Hindernis“ aufgestellt und können so zur Systemdynamik einen Aspekt oder Beitrag leisten. Experimentelle Aufstellungen: Neben diesen gebräuchlichsten Aufstellungsformen und -formaten wurden in den letzten Jahren weitere Aufstellungsformate – zunächst in experimentellem Rahmen (unter Fachkollegen) – entwickelt und auf Fachkongressen vorgestellt. Anmerkung: Eine Drehbuchaufstellung sollte nicht mit einer Drehbuchinszenierung verwechselt werden, da die Darsteller einer Inszenierung vorgegebene Texte sprechen während die Vertreter einer Drehbuchaufstellung innerhalb der Aufstellung nach Ihrer Wahrnehmung befragt werden und als Vertreter einer Aufstellung generell Personen ausgewählt werden sollten, die möglichst unbefangen in Bezug auf das reale System sein sollten. Am Beispiel der Drehbuchaufstellung bedeutet dies, dass die ausgewählten Vertreter möglichst wenig Vorabinformationen über das Drehbuch haben sollten.

 

Mannheim

Die Universitätsstadt Mannheim ist mit etwa 310.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Baden-Württembergs.

Die ehemalige Residenzstadt (1720–1778) der historischen Kurpfalz bildet das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar. Von seiner rheinland-pfälzischen Schwesterstadt Ludwigshafen am Rhein (164.000 Einwohner) ist Mannheim durch den Rhein getrennt. Erstmals urkundlich erwähnt im Lorscher Codex 766, erhielt Mannheim 1607 die Stadtprivilegien, nachdem Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz den Grundstein zum Bau der Festung Friedrichsburg gelegt hatte.

Die damalige Planung eines gitterförmigen Straßennetzes für die mit der Festung verbundene Bürgerstadt Mannheim ist bis heute erhalten geblieben, auf sie ist die Bezeichnung Quadratestadt zurückzuführen. Seit 1896 Großstadt, ist Mannheim heute bedeutende Handelsstadt und wichtiger Verkehrsknotenpunkt zwischen Frankfurt am Main und Stuttgart, unter anderem mit dem zweitgrößten Rangierbahnhof Deutschlands, dem City-Airport und einem der bedeutendsten Binnenhäfen Europas. Einige wichtige Erfindungen stammen aus Mannheim: Hier baute Karl Drais 1817 das erste Zweirad, 1886 rollte das erste Automobil von Carl Benz über die Straßen, und 1921 folgte der Lanz Bulldog. Im Jahr 1924 erhielt Hugo Stotz ein Patent für die Erfindung des Leitungsschutzschalters. Der Mannheimer Julius Hatry konstruierte 1929 das erste Raketenflugzeug der Welt. Mannheim ist Startort der Burgenstraße sowie Start- und Zielort der Bertha Benz Memorial Route.

Geographie [Bearbeiten]

Mannheims Stadtbezirke (anklickbare Karte) Mannheim liegt im nördlichen Oberrheingebiet an der Mündung des Neckars in den Rhein. Die Stadtteile verteilen sich auf der rechten Rheinseite zu beiden Seiten des Neckars. Die Stadt liegt in der Europäischen Metropolregion Rhein-Neckar-Dreieck, einem 2,35 Millionen Einwohner zählenden Verdichtungsgebiet, das neben Teilen Südhessens und der rheinland-pfälzischen Vorderpfalz in Baden-Württemberg die beiden Stadtkreise Mannheim und Heidelberg sowie die westlichen und südlichen Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises umfasst. Innerhalb der Region Rhein-Neckar bildet Mannheim neben Heidelberg ein Oberzentrum, von denen für ganz Baden-Württemberg nach dem Landesentwicklungsplan 2002 insgesamt 14 ausgewiesen sind. Das Oberzentrum Mannheim übernimmt für die Gemeinden Edingen-Neckarhausen, Heddesheim, Ilvesheim und Ladenburg die Funktion eines Mittelbereichs. Ferner gibt es Verflechtungen mit Gemeinden in Hessen und Rheinland-Pfalz und den dortigen Mittelbereichen. Nächstgrößere Städte sind Frankfurt am Main, etwa 70 km nördlich, und Stuttgart, etwa 135 km südöstlich.

Nachbargemeinden

[Bearbeiten] Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Mannheim. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt: Lampertheim und Viernheim (beide Kreis Bergstraße in Hessen), Heddesheim, Ilvesheim, Edingen-Neckarhausen, Heidelberg, Plankstadt, Schwetzingen, Brühl (alle mit Ausnahme der kreisfreien Stadt Heidelberg im Rhein-Neckar-Kreis) in Baden-Württemberg sowie Altrip, Ludwigshafen, Frankenthal und Bobenheim-Roxheim (alle mit Ausnahme der kreisfreien Städte Ludwigshafen und Frankenthal im Rhein-Pfalz-Kreis) in Rheinland-Pfalz.

Geschichte

→ Hauptartikel: Geschichte Mannheims

Die Anfänge [Bearbeiten]

Ein 1929 im Stadtteil Seckenheim ergrabener, vom Jahr 74 n. Chr. bis ins frühe 2. Jahrhundert betriebener Ziegelofen belegt eine Besiedlung in frühgeschichtlicher Zeit.[6] Das Dorf Mannenheim (= Heim des Manno) wurde im Jahre 766 erstmals im Lorscher Codex urkundlich erwähnt. Lange Jahre ein kleines, unbedeutendes Fischerdorf, fiel Mannheim 1284 an den Pfalzgrafen bei Rhein aus dem Hause Wittelsbach. Regionale Bedeutung erlangte die 1349 auf dem heutigen Lindenhof errichtete Zollburg Eichelsheim, die den Rheinschiffern einen Obolus abverlangte. 1415 wurde in ihr der abgesetzte Papst Johannes XXIII. im Auftrag des Kaisers Sigismund gefangengehalten. Durch den Sieg in der Schlacht bei Seckenheim 1462 über das Heer seiner verbündeten Gegner, des Grafen von Württemberg, des Markgrafen von Baden und des Bischofs von Metz, begründete Kurfürst Friedrich von der Pfalz „der Siegreiche“ die pfälzische Vormachtstellung am mittleren Oberrhein. 1566 zählte Mannheim mit etwa 700 Einwohnern zu den größten Dörfern des Oberamts Heidelberg. Rheinschanze und Zitadelle Mannheim im Jahr 1620

Entstehung einer Stadt [Bearbeiten]

Am 24. Januar 1607 erhielt Mannheim die Stadtprivilegien, nachdem Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz am 17. März 1606 den Grundstein zum Bau der Festung Friedrichsburg gelegt hatte. Die damalige Planung eines gitterförmigen Straßennetzes für die mit der Festung verbundene Bürgerstadt Mannheim ist bis heute erhalten geblieben. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648), in dem Mannheim auf Seiten der Protestantischen Union kämpfte, wurde es erstmals 1622 durch Truppen zerstört. Infolge von Krieg und Seuchen kam es in Mannheim, das 1618 etwa 1200 Einwohner zählte, zu gravierenden Bevölkerungsverlusten.

Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz fand 1649 bei seiner Rückkehr in die Kurpfalz ein durch die Kriegszerstörungen weitgehend entvölkertes und wirtschaftlich ruiniertes Land vor. Der neue Regent setzte sich entschieden für den Wiederaufbau Mannheims ein, das wegen seiner günstigen Lage an der Mündung des Neckars in den Rhein als Mittelpunkt der Gewerbetätigkeit und des Handels in der Kurpfalz ausersehen war. Im Pfälzisch-Orleanschen Erbfolgekrieg erlitt Mannheim 1689 durch starken französischen Artilleriebeschuss und die nachfolgende Besetzung enorme Schäden. Nach der Zerstörung der Stadt war Kurfürst Johann Wilhelm (Pfalz) maßgeblich für den erneuten Wiederaufbau verantwortlich. Noch vor Abschluss des Friedensvertrages verfasste der Kurfürst 1697 eine Proklamation, in welcher er die Flüchtlinge und Auswanderer zur Rückkehr aufforderte. Nach dem Beginn der Wiederaufbauarbeiten stieg die Bevölkerungszahl recht schnell wieder an. Mannheim 1758 Residenzstadt der Kurpfalz [Bearbeiten] 1720 verlegte Kurfürst Karl Philipp seinen Hof von Heidelberg nach Mannheim und begann den Bau des Mannheimer Schlosses (1760 gemeinsam mit der Jesuitenkirche vollendet). Mannheim wurde Residenzstadt der Kurpfalz, und es begann eine nur 58 Jahre dauernde, aber glanzvolle Prachtzeit der mittlerweile 25.000 Einwohner zählenden Stadt. Der kurpfälzische Hof förderte Kunst und Musik, Wissenschaft und Handel. Goethe, Schiller und Lessing weilten in Mannheim ebenso wie Mozart. 1778 verlegte Kurfürst Karl Theodor seine Residenz nach München, um seine bayerische Erbschaft antreten zu können. Damit setzte in Mannheim ein wirtschaftlicher und kultureller Aderlass ein. Mannheim als badische Industriestadt [Bearbeiten] 1795 wurde die Stadt von den Franzosen besetzt und daraufhin von österreichischen Truppen zurückerobert. 1803 verlor Mannheim endgültig seine politische Stellung: Im Zuge des Reichsdeputationshauptschluss fiel die Stadt an das Großherzogtum Baden, in dem es – geografisch an den nordwestlichen Rand gedrängt – lediglich den Status einer Grenzstadt einnahm. Historische Karte von Mannheim 1888 In der Klimakatastrophe 1816/17 mit Hungersnot und Pferdesterben erfand Karl Drais das Zweirad und damit den mechanisierten und 70 Jahre später motorisierten Individualverkehr. 1828 wurde der Rheinhafen, 1840 die erste badische Eisenbahnlinie von Mannheim nach Heidelberg eröffnet. Geprägt vom wirtschaftlichen Aufstieg des Bürgertums, begann allmählich eine weitere Blütezeit Mannheims.

In der Märzrevolution von 1848 war die Stadt ein Mittelpunkt der politischen und revolutionären Bewegung. 1865 gründete Friedrich Engelhorn die Badische Anilin- und Soda-Fabrik (BASF), die dann allerdings später teilweise nach Ludwigshafen verlegt wurde. Aus der Farbenfabrik wurde das bis heute größte Chemieunternehmen der Welt. 1886 ließ Carl Benz sein „Veloziped mit Gasmotorenbetrieb“ patentieren. 1909 gründeten Karl Lanz und Johann Schütte die Firma Schütte-Lanz, die insgesamt 22 Luftschiffe baute. Die Firma war Hauptkonkurrent der Zeppelin Werke. Nach dem Ersten Weltkrieg stellte die Heinrich Lanz AG mit dem „Bulldog“ den erfolgreichsten Schweröl-Traktor vor. Der von Prosper L'Orange bei den Motorenwerken Mannheim erfundene Vorkammer-Dieselmotor wurde bei Benz & Cie zum 1923 weltersten kompakten Fahrzeug-Dieselmotor weiterentwickelt. 1922 wurde das Großkraftwerk Mannheim in Betrieb genommen. Die Stadt zählte um 1930 gemeinsam mit der Schwesterstadt Ludwigshafen, die sich aus der alten Mannheimer Rheinschanze entwickelte, 385.000 Einwohner. Vom Dritten Reich bis heute [Bearbeiten] US-Truppen beim Straßenkampf in Mannheim, 1945 Während des Dritten Reichs wurden fast 2.000 Mannheimer jüdischen Glaubens deportiert, die Stadt im Zweiten Weltkrieg durch die Luftangriffe auf Mannheim fast völlig zerstört und 1945 von US-Truppen besetzt. Nur mühsam setzte der Wiederaufbau der Stadt ein. Schloss und Wasserturm wurden wiederaufgebaut, das Nationaltheater an neuer Stelle errichtet. An alter Stelle steht ein Schiller-Denkmal und das Lokal „Zum Zwischen-Akt“. Die Wohnungsnot führte zur Erschließung zahlreicher neuer Wohngebiete. 1964 wurde das „Städtische Krankenhaus“ am Neckar Fakultät der Universität Heidelberg für Klinische Medizin Mannheim. 1967 wurde Mannheim Universitätsstadt. Victoria-Turm 1975 bildete die Bundesgartenschau einen Glanzpunkt in Luisen- und Herzogenriedpark. Eine Reihe baulicher Maßnahmen wurde umgesetzt: der Fernmeldeturm und eine zweite Rheinbrücke wurden gebaut, die Planken wurden zur Fußgängerzone, der neue Rosengarten wurde eingeweiht und der Aerobus schwebte durch Mannheim. Auch in den 1980er und 1990er Jahren wurden eine Reihe von Großprojekten verwirklicht: Planetarium, Kunsthallenerweiterung, neues Reiß-Museum, Stadthaus, neues Maimarktgelände, Synagoge, Moschee, Landesmuseum für Technik und Arbeit, Carl-Benz-Stadion und Fahrlachtunnel wurden eröffnet.

Wirtschaftlich prägten in der jüngeren Vergangenheit die Abnahme der industriellen Arbeitsplätze Mannheim. Die Stadt versuchte mit der Ausweisung von Gewerbegebieten und der Ansiedlung von Dienstleistungsunternehmen entgegenzuwirken. Paradebeispiel ist der Bau des Victoria-Hochhauses 2001, eines der höchsten Gebäude der Stadt, am Bahngelände. Im Hinblick auf das 400. Stadtjubiläum 2007 wurden ab 2000 einige städtebauliche Aktivitäten umgesetzt: SAP-Arena mit Anschluss an den neuen Stadtbahnring Ost, Sanierung der Fußgängerzone Breite Straße, des Zeughauses und des Schlosses, komplette Umgestaltung des Alten Messplatzes und die Stadtbahnneubaustrecke Schafweide. Das Konzept des Stadtjubiläums zielte auf ein vielfältiges Spektrum von Veranstaltungen ohne ein dominierendes Zentralereignis.

Wappen [Bearbeiten]

Logo der Stadtverwaltung Mannheim mit angedeutetem Wappen Die Blasonierung des Wappens lautet: In gespaltenem Schild vorn in Gold ein aufrechter roter Doppelhaken (Wolfsangel), hinten in Schwarz der rot bewehrte, rot bezungte und rot gekrönte doppelschwänzige goldene kurpfälzische Löwe. Das Wappen wurde 1896 vom Stadtrat festgelegt und vom badischen Großherzog bestätigt. Die Wolfsangel ist seit dem 17. Jahrhundert auf einem Gemarkungsgrenzstein nachweisbar. Es handelt sich wohl um ein Fleckenzeichen. Der Löwe ist das Wappentier der Kurfürsten von der Pfalz, deren Residenzstadt Mannheim ab 1720 war. Beide Wappenbilder tauchen seit dem 18. Jahrhundert in den Siegeln der Stadt auf. Die Stadt führt das Wappen in der Regel in vereinfachter Form im Stil der Neuen Sachlichkeit. Die Stadtfarben Blau-Weiß-Rot sind erst seit dem 19. Jahrhundert gebräuchlich und deuten auf eine Siegelschnur aus dem Jahr 1613 hin. Die Stadtfarben sind nicht von den Wappenfarben abgeleitet, was völlig unüblich ist. Anfang 2003 hat sich die Stadtverwaltung zur Außenwerbung ein neues Logo zugelegt: Mannheim im Quadrat. Es zeigt ein rotes Quadrat mit innenliegender Ziffer Zwei in weiß in einer serifenlosen halbfetten Schrift und soll die Quadratur der Straßen der Innenstadt symbolisieren. Aber ebenso soll die hochgestellte 2 auch für das Potenzial der Stadt stehen, „Kultur hoch zwei“, „Wissenschaft hoch zwei“ und „Mannheim ist Leben hoch zwei“. → Siehe auch: Liste der Wappen in Mannheim

Musik [Bearbeiten]

Die Mannheimer Schule war – um 1750 von Johann Stamitz begründet – zunächst ein Musikerkreis am kurpfälzischen Hof. Später verstand man darunter eine ganze Kompositionsschule, die sich vom bis dahin die europäische Tradition prägenden generalbass-dominierten Orchestersatz und dem spätbarocken Pathos abwandte und einen neuen, anmutigeren Stil entwickelte, dessen Harmonik dem Melodieverlauf folgte. Sie leistete damit wesentliche Vorarbeiten zur Entwicklung der Wiener Klassik. Popakademie Baden-Württemberg im Stadtteil Jungbusch Musikpark Mannheim im Stadtteil Jungbusch Das Kurpfälzische Kammerorchester wurde 1952 gegründet. Es pflegt die Tradition der Mannheimer Schule, aber auch die Musik der Wiener Schule und der Wiener Klassik. Aus Mannheim kommt auch die Opernsängerin Anneliese Rothenberger. Sie hatte eine der glanzvollsten internationalen Karrieren einer deutschen Sängerin der Nachkriegszeit. Die Mannheimer Bläserphilharmonie geht zurück auf das 1987 von Stefan Fritzen gegründete Sinfonische Jugendblasorchester Mannheim. Die ehemals zahlreich vertretenen Gesangsvereine leiden in jüngster Vergangenheit sehr unter Nachwuchsproblemen. Dafür haben sich viele Gospel-Chöre entwickelt, wie der Celebration Gospel Choir, die Preacherman's Friends, die Rainbow-Gospel-&-Soul-Connection und die Joyful Voices. Seit 2005 besteht der Junge Kammerchor Mannheim, der sich vor allem an junge Leute richtet und semesterweise probt. In den letzten Jahren hat sich Mannheim aber auch in der Populärmusik einen Namen gemacht. Die Popakademie Baden-Württemberg ist die erste derartige Einrichtung in Deutschland. Erfolgreiche Mannheimer Musiker sind unter anderen Joy Fleming, Joana, Mardi Gras.BB, Silke Hauck, Elly Lapp, Raffaella, die Ludwigshafenerin Julia Neigel, Xavier Naidoo und die Söhne Mannheims, Claus Eisenmann, Laith Al-Deen, Wallis Bird, die Band Blaues Wunder, Rolf Stahlhofen, die Krautrock Band Kin Ping Meh, Johanna Zeul, Danny Fresh, Get Well Soon, Edo Zanki, Norbert Schwefel, und andere. Mannheim gilt auch als die Wiege des Musikstils Drum ’n’ Bass in Deutschland: Der Mannheimer Milk!-Club war der erste Club in Deutschland, der nur dieser Musik gewidmet war. Größen der britischen Szene kamen zuerst hier her. Bassface Sascha, neben „Groover Klein“ einer der dort residierenden DJs, gründete später die ersten größeren deutschen Drum-’n’-Bass-Labels und stellte auch die ersten weit verbreiteten Sampler, wie etwa Jungle Fever und Hardstep Upfront, zusammen. Das Milk! wurde 1992 vom Groove-Magazine zum Club des Jahres gewählt, als Love-Pirates präsentierte sich das Milk! und die Milk!-Posse auch auf der Loveparade in Berlin. Populäre Veranstaltungsorte sind die am alten Messplatz gelegene Alte Feuerwache Mannheim und das Capitol Mannheim, das Kongresszentrum Rosengarten, die SAP-Arena sowie der Maimarktclub.

Bauwerke [Bearbeiten]

Plätze [Bearbeiten]

Der Friedrichsplatz liegt im Osten der Innenstadt. In seinem Zentrum steht das Wahrzeichen Mannheims, der 60 Meter hohe Wasserturm. Er wurde 1889 im Neubarock-Stil erbaut und wird gekrönt von einer 3,50 Meter großen Statue der Amphitrite. Der Platz um ihn herum wurde bis 1903 von Bruno Schmitz mit Brunnen, Wasserspielen, Laubgängen und Grünanlagen im Jugendstil gestaltet. Die Wasserspiele werden im Sommer nach Einbruch der Dunkelheit eine Stunde lang illuminiert. Im Winter befindet sich zwischen dem Wasserturm und dem Tritonenbrunnen ein Weihnachtsmarkt. Das östliche Halbrund des Friedrichsplatzes begrenzen Arkadenhäuser mit roten Sandsteinfassaden. In der Nord-Süd-Achse des Wasserturms wurden Kunst- und Festhalle errichtet. Die Kunsthalle – 1907 von Hermann Billing erbaut und 1983 mit einem Erweiterungsbau versehen – korrespondiert mit ihrem roten Sandstein mit der bereits vorhandenen Bebauung am Friedrichsplatz. Der Rosengarten – dessen Name sich von einem alten Gewannnamen ableitet – wurde 1903 als Festhalle eröffnet und beherbergte damals mit dem Nibelungensaal den größten Saal Deutschlands. Heute findet sich dort ein Kongress- und Tagungszentrum. Neben dem Wasserturm am Friedrichsplatz gibt es in Mannheim knapp 20 weitere historische Wassertürme. → Siehe auch: Liste der Wassertürme in Mannheim Paradeplatz Vom Friedrichsplatz führt westlich die Fußgängerzone Planken zum zentralen Platz Mannheims dem Paradeplatz. Er diente ursprünglich den Kurfürsten für Truppenparaden. Im Zentrum des Platzes befindet sich die Grupello-Pyramide. Sie wurde 1711 von Gabriel de Grupello für Kurfürst Johann Wilhelm erschaffen und im Düsseldorfer Schlossgarten aufgestellt. Karl Philipp ließ sie 1743 über den Rhein nach Mannheim bringen. Die Pyramide trägt den Namen „Allegorie der herrscherlichen Tugenden“ und stellt den Triumph der fürstlichen Tugenden dar.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Paradeplatz mit Grünflächen gestaltet, die von sternförmig auf die Grupello-Pyramide zulaufenden Wegen durchtrennt werden. An der Südseite des Platzes erbaute man bis 1746 das alte Kaufhaus, in dem sich zunächst Geschäfte und ab 1909 das Rathaus befanden. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde es nicht wiederaufgebaut, sondern man errichtete bis 1991 das Stadthaus, in dem Geschäfte, die Stadtbibliothek und der Gemeinderat ihren Platz fanden. An den Planken wurde 2003 das Mahnmal für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus errichtet. Auf dem Glaskubus sind in Spiegelschrift die Namen der jüdischen Opfer aus Mannheim angebracht. Der Kubus selbst wurde schräg aufgestellt, so dass er auf den Mittelpunkt des Paradeplatzes weist. Marktplatz an der "Breiten Straße" mit Wochenmarkt Brunnendenkmal von Peter van den Branden aus dem Jahr 1719 Der Marktplatz liegt nördlich des Paradeplatzes an der Fußgängerzone Breite Straße im Zentrum der Unterstadt. In seiner Mitte befindet sich ein Brunnendenkmal aus dem Jahr 1719. Es wurde von Peter van den Branden geschaffen und im Heidelberger Schlossgarten aufgestellt. Kurfürst Karl Theodor machte es dann 1767 der Stadt Mannheim zum Geschenk. Die Figuren des Monuments, die ursprünglich die vier Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer symbolisierten, wurden dabei so umgestaltet, dass sie nun eine Allegorie auf Mannheim, Handel, Rhein und Neckar darstellen. An der Südseite des Marktplatzes ist ein barocker Doppelbau, der vermutlich das noch älteste erhaltene Gebäude Mannheims ist: das alte Rathaus und die untere Pfarrkirche St. Sebastian wurden bis 1713 erbaut. In der Mitte sind beide mit einem Glockenturm verbunden, der in einen mehrfach gestuften Helm mündet. Auf die Funktion weisen die unterschiedlichen Bildhauerarbeiten an der Fassade hin. Am Alten Rathaus befinden sich Justitia und Atlanten an der Pfarrkirche Pietas und Engelfiguren. Das Glockenspiel ertönt dreimal täglich.

 

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